Longevity: Gesundes Altern

Jeder von uns hat den Wunsch nach einem langen, erfüllten und glücklichen Leben. Inzwischen belegen mehrere wissenschaftliche Studien, wie spezielle ganzheitliche Maßnahmen und Lebensgewohnheiten unseren Organismus stärken und den Körper gezielt unterstützen.

Aus der Wissenschaft
Der menschliche Körper eines Erwachsenen besteht aus bis zu 100 Billionen Zellen. Jede davon ist mit bestimmten Aufgaben betreut. Damit jede Zelle weiß, was sie zu tun hat, muss die gesamte Erbinformation (= DNA/DNS –Desoxyribonukleinsäure) als „Betriebsanleitung“ in jeder neu gebildeten Zelle 1:1 abgespeichert sein.

Die DNA ist dabei strukturell in sogenannte Chromosomen gegliedert, die Endbereiche werden als Telomere bezeichnet. Diese dienen als „Schutzkappen“ für die Erbinformation. Ihre Unversehrtheit steht im direkten Zusammenhang mit der Funktionsfähigkeit einer Zelle und entscheidet darüber, wie oft sich diese teilen kann. Hat die Zelle ihr Höchstalter erreicht, stirbt sie „gewollt“ ab.

Das ist eine wichtige Barriere, um Fehler der Erbinformation und damit auch fehlerhafte Zellen (= maligne Zellen bzw. Krebszellen) zu verhindern. Optisch setzt der natürliche Alterungsprozess ein – das Haar lichtet sich oder wird grau, das Sehvermögen nimmt ab, Muskelmasse schwindet, die Haut wird faltig und die Organleistung wird geringer.

Telomere und Gesundheit
Maßgeblichen Einfluss auf unsere natürliche Alterung haben physiologische, genetische und biologische Aspekte. Dazu kommen verhaltens- und umweltabhängige Einflüsse. Die Länge der Telomere ist einer dieser Komponenten. Unter Wissenschaftlern fällt gerne der Begriff „molekulare Uhr“. Diese unsichtbare Zeitansage kann z.B. die Wahrscheinlichkeit beeinflussen, im Laufe des Lebens eine Krebserkrankung, Demenz oder ein Herz-Kreislauf-Problem zu entwickeln. Wie lang die Telomere eines Menschen genau sind und wie schnell sie aufgebraucht werden, ist individuell verschieden und genetisch verankert. Dabei bugsieren uns „kurze Schutzkappen“ nicht automatisch in die Gefahrenzone.

Vielmehr ist die Telomer-Pflege von besonderer Bedeutung für unsere Gesundheit. In der Liste der Telomer-Feinde reihen sich Entzündungen, oxidativer Stress (z.B. durch Schadstoffe in der Luft) und Insulinresistenz sowie übermäßige Belastungen und Ängste. In Untersuchungen ließ sich nachweisen, dass eine vollwertige pflanzenbasierte Ernährung die Verkürzung des Telomerbereichs nicht nur verlangsamen kann, sondern diesen sogar zum Wachstum anregt. Moderater Ausdauersport, Gewichtsreduktion, eine individuell angepasste Vitalstoffversorgung (u.a. Vitamin E, Vitamin D, B-Vitamine, Magnesium) sowie Harmonie und soziale Kontakte sorgen ebenfalls für dauerhaft mehr Wohlbefinden.

Mitochondrien- Energieproduzenten unserer Zelle
Ein weiterer wichtiger Aspekt im Bereich Longevity ist unser Energiehaushalt. Hier kommen die Mitochondrien ins Spiel. Das sind vereinfacht gesagt kleine Organe unserer Zellen, die für die Energiegewinnung (= Zellatmung) verantwortlich sind. Mithilfe bestimmter Brennstoffe (hauptsächlich Abbauprodukte aus dem Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel) wird die Speicherform der Energie, das sogenannte ATP (Adenosintriphosphat), hergestellt.

Das Problem: Im Laufe des Lebens verlieren die Mitochondrien an Effizienz. Mit 65 Jahren haben wir rein rechnerisch gut 40 % eingebüßt. Parallel fallen mit den Jahren immer mehr Reparaturen im Körper an, was wiederum den ATP-Verbrauch in die Höhe schnellen lässt. Der Körper reagiert sensibler mit Befindlichkeitsstörungen und ist auf Unterstützung angewiesen.

Zusätzlich entstehen bei der ATP-Produktion immer auch diverse Abfallstoffe in Form gefährlicher freier Radikale. In jungen leistungsfähigen Zellen werden diese durch spezielle Enzyme unschädlich gemacht. In höherem Alter macht sich der „oxidative Stress“ deutlicher bemerkbar – die Mitochondrien können die Sauerstoffradikale weniger gut abbauen. Man geht inzwischen davon aus, dass Schäden an den Mitochondrien an einer Reihe von Krankheiten beteiligt sind. Dazu zählen Herzprobleme, Rheuma, Diabetes, Alzheimer, Krebs oder auch Multiple Sklerose. Entzündungen, Nährstoffmangel, Umwelteinflüsse, Schadstoffe oder eine ungesunde Lebensweise mit Dauer-Stress belasten die Mitochondrien und damit unsere Energieversorgung zusätzlich.

Mitochondrien gelten als die Kraftwerke der Zelle: Sie produzieren lebenswichtige Energie und spielen eine zentrale Rolle für Longevity, da ihre Leistungsfähigkeit maßgeblich Zellgesundheit, Alterungsprozesse und Vitalität beeinflusst.

Gezielte Stärkung für die Zellkraftwerke
Die gute Nachricht: Bestimmte Maßnahmen und wertvolle Nährstoffe wirken sich positiv auf unsere Zellkraftwerke und damit auch auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit aus. Und, obwohl natürlich gilt „je früher, desto besser“, ist immer der richtige Zeitpunkt, um gesunde Gewohnheiten in den Alltag einzubauen.

Dazu gehören eine basische Ernährung inklusive gezielter Kalorienreduktion (Spezialtipp aus der Kategorie: Gesund alt werden!). Spezielle Nährstoffe (u.a. Eisen, Selen, Zink) wirken zudem antioxidativ und schützen Zellen und Mitochondrien vor Radikalangriffen. Achten Sie ergänzend auf Ihre Darmgesundheit. Durch Schleimhautschädigungen werden einerseits weniger Nährstoffe aufgenommen und andererseits können Schadstoffe einfacher ins Blut gelangen.

Auch Bewegung an der frischen Luft und moderates Muskeltraining kann die Mitochondrien positiv beeinflussen. Durch ein regelmäßiges gemäßigtes Training (Walken, Radfahren, Schwimmen) wird die Anzahl der Mitochondrien in den Muskelzellen z.B. erhöht – auch bei älteren Menschen. Neben Bewegung freuen sich die Mitochondrien über ausreichend Schlaf und Ruhepausen. Sprechen Sie Ihr natürlich-Team gerne auf dieses spannende Thema an.

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