Gesunde Ernährung – Mediterran I Bitter I Basisch

Schon Sokrates (469 – 399 v. Chr.) wusste „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“. Die richtigen Lebensmittel mit einer gesunden Nährstoffvielfalt steigern die Vitalität und gelten als Basis für Lebensqualität bis ins hohe Alter. Auf dem Teller sind Qualität, Menge, Verarbeitung und das individuelle Essverhalten von besonderer Bedeutung. Ein wichtiger Schritt zur eigenen Wunschgesundheit ist der Sprung aus den bekannten Ernährungsfallen. Dafür gibt es eine goldene Alltagsregel: 80 % Basenbildner und 20 % Säurebildner auf die Teller. Kleiner Tipp – denken Sie dabei an die leckere mediterrane Küche!

Säure-Basen-Haushalt

Nahrungsmittel wirken abhängig von ihrer chemischen Zusammensetzung entweder „sauer“ (z.B. Fleisch, Käse) oder „basisch“ (z.B. Gemüse, Obst). Während die „breite Masse“ heute zu fett, zu süß, zu schnell und damit extrem säurelastig isst, ernährten sich unsere Vorfahren in der Steinzeit mit Nüssen, Früchten und Blättern stark basenüberschüssig. Unser Organismus besitzt von Geburt an Puffersysteme, die für den Abtransport überschüssiger Säuren sorgen. Dazu gehören z.B. die Lunge, die Niere oder der Säureschutzmantel der Haut. Der Haken: die Kapazitäten der Regulations-Systeme sind begrenzt! Setzen Sie daher gezielt basenbildende Lebensmittel auf den täglichen Speiseplan. Zusätzlich füllen Sie Ihre leergefegten Basenspeicher mit speziellen Mineralstoff-Kombinationen (u.a. mit Magnesium, Kalium, Calcium, …) aus unserer natürlich-Apotheke auf. 

Gesunde Öle

Ein besonderes Segment unserer Ernährung, das hin und wieder mit einem echten Imageproblem kämpft, ist Fett bzw. Öl. Lange Zeit in die Ecke gedrängt, weiß man heute die gesundheitliche Bedeutung zu schätzen. Fett ist Geschmacksträger und wichtig für die Aufnahme zahlreicher Vitamine. Die „goldene“ Öl-Regel: Die Struktur der Fettsäuren ist entscheidend. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, dazu zählen die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA, sind essentiell für den Organismus. DHA ist ein Hauptbestandteil des menschlichen Gehirns, der Nervenzellen und der Netzhaut des Auges. EPA und DHA hemmen zudem chronische Entzündungsprozesse im Körper und können sich positiv auf diverse Erkrankungen auswirken. Auch die Herzfunktion wird gefördert, die Gefäße unterstützt und der Blutdruck harmonisiert.

Bei der großen Öl-Auswahl gilt es den perfekten Treffer zu landen. Wer gerne grünen Salat isst, den beglückt ein Walnuss- oder Haselnussöl. Süßen Nachspeisen verleiht Aprikosenkernöl den Kick. Kartoffelsalat wird durch Senföl unterstützt. Gegartes Gemüse wird mit Weizenkeimöl verfeinert. Und wer seinem Omega-3-Haushalt auf die Sprünge helfen möchte, greift zu Algen- oder Fischöl aus unserer natürlich-Apotheke. Das ist speziell aufgereinigt und frei von schädlichen Stoffen.

Bitterstoffe

Bitterstoffe sind, wie der Name verrät, bitter schmeckende Naturstoffe, die Pflanzen natürlicherweise zum Schutz vor Fraßfeinden bilden. Und – als Bestandteil unserer Ernährung extrem gesund. Verdauungshelfer, Entgiftungsassistent oder Zellschutz – Bitterstoffe können beeindruckende Leistungen in unserem Körper vollbringen. Insbesondere die Verdauung liebt den Bitterstoff-Mix. Bittere Lebensmittel kurbeln die Produktion von Magensaft und Gallenflüssigkeit an, erhöhen den Speichelfluss und regen die Darmtätigkeit an. Das bringt die Entgiftungsfunktion der Leber in Schwung. Und die Bauchspeicheldrüsenfunktion plus Blutbildung können positiv beeinflusst werden. 

Bitterstoffe helfen also bei der Verwertung des Essens UND wirken zusätzlich als Hungerbremse. Denn „Bitteres“ kann den Appetit hemmen. Dabei docken die Bitterstoffe an bestimmte Darmzellen an. Diese produzieren ein spezielles Hormon (GLP-1), das im Gehirn ein Sättigungsgefühl auslöst. Ein Teller mit zahlreichen Bitterstoffen kann daher früher ein Sättigungsgefühl hervorrufen. Auch das Verlangen nach Süßem kann gesenkt werden. Bereichern Sie Ihren Speiseplan daher gezielt mit natürlichen Bitterstoffen. Wie wäre es z.B. mit Chicorée, Rucola, Brokkoli, Rosenkohl, Artischocken, Aubergine oder Mangold? Auch in zahlreichen Kräutern (z.B. Enzian, Löwenzahn, Wermut, Salbei, Minze, Thymian, Liebstöckel) und Gewürzen (u.a. Ingwer, Kurkuma, Anis, Muskat, Nelke, Kardamom) sind Bitterstoffe enthalten.