Bienen, Wespen, Zecken und Co.

Gut geschützt durch die Sommerzeit

Es blüht, es duftet, es zieht uns nach draußen. Mit den warmen Temperaturen sind aber auch Mücken, Wespen, Bienen, Zecken und andere kleine Sommerbegleiter wieder aktiv. Für Natur und Ökosystem sind Insekten unverzichtbar. Beim Picknick, Grillabend oder Spaziergang im Grünen können sie trotzdem schnell lästig werden.

Gut vorbereitet zu sein, lohnt sich deshalb: Wer weiß, wie man Insekten fernhält, Stiche richtig versorgt und Zecken sicher entfernt, kann die warme Jahreszeit deutlich entspannter genießen.

Wespen: ruhig bleiben hilft

Bei Wespen gilt vor allem: Ruhe bewahren. Hektisches Wedeln, Anpusten oder panisches Wegschlagen macht die Tiere eher aggressiv. Das in der Atemluft enthaltene Kohlenstoffdioxid kann für Wespen wie ein Alarmsignal wirken. Besser ist es, Speisen und Getränke abzudecken, süße Reste zügig wegzuräumen und den Tieren nicht mit hektischen Bewegungen zu begegnen.

Ein einfacher Trick: Eine Sprühflasche mit Wasser kann helfen. Der feine Wassernebel wird von Wespen oft wie Regen wahrgenommen, sodass sie sich zurückziehen.

Wenn es doch zu einem Stich kommt, sollte ein eventuell vorhandener Stachel vorsichtig entfernt werden. Danach gilt: kühlen, kühlen, kühlen. Kälte kann Schwellung, Schmerz und Juckreiz lindern. Auch kühlende Gele, Produkte mit antiallergischen Wirkstoffen oder pflanzliche Begleiter wie Teebaumöl, Pfefferminze oder Zwiebel können je nach Situation unterstützend eingesetzt werden.

Wichtig: Bei Luftnot, Kreislaufschwäche, Schwindel, Übelkeit, starker Schwellung im Gesicht oder Halsbereich oder bekannten Insektengiftallergien sofort medizinische Hilfe holen – im Ernstfall über den Notruf 112.

Zecken: klein, aber ernst zu nehmen

Wiesen, Wälder, Gärten und hohes Gras sind typische Aufenthaltsorte für Zecken. Ein Zeckenstich bleibt häufig harmlos, kann aber auch Krankheitserreger übertragen – etwa Borrelien oder FSME-Viren. Deshalb ist Vorsorge hier besonders wichtig.

Spezielle Repellentien aus unserer natürlich-Apotheke können helfen, Zecken und andere Insekten fernzuhalten. Auch ätherische Öle werden traditionell eingesetzt, sollten jedoch immer passend ausgewählt und gut verträglich angewendet werden – besonders bei Kindern, empfindlicher Haut oder Allergieneigung.

Nach einem Aufenthalt im Grünen empfiehlt sich ein gründlicher Körpercheck. Zecken sitzen gerne in Kniekehlen, Achselhöhlen, Leistenregion, am Haaransatz oder hinter den Ohren. Wird eine Zecke entdeckt, sollte sie möglichst zeitnah mit einer Zeckenzange oder Pinzette hautnah gefasst und langsam herausgezogen werden. Anschließend die Stelle desinfizieren und beobachten.

Bei zunehmender Rötung, ringförmiger Hautveränderung, Fieber, grippeähnlichen Beschwerden oder Unsicherheit bitte ärztlich abklären lassen.

Mückenstiche: Juckreiz regulieren

Mückenstiche sind meist harmlos, aber unangenehm. Der Juckreiz entsteht durch die Reaktion der Haut auf Bestandteile des Mückenspeichels. Kratzen ist verständlich, kann die Haut aber zusätzlich reizen und kleinen Entzündungen Vorschub leisten.

Besser: kühlen, beruhigen, nicht aufkratzen. Geeignete Gele, kühlende Roll-ons oder pflanzliche Pflegeprodukte können helfen, die Haut zu entlasten. Aus Sicht der Regulationspharmazie® lohnt sich auch hier ein Blick auf die Hautbarriere: Je besser die Haut gepflegt und geschützt ist, desto leichter kann sie sich nach kleinen Reizungen wieder beruhigen.

Natürlicher Schutz: Düfte, Haut und Umgebung

Viele Insekten reagieren empfindlich auf bestimmte Gerüche. Citronella, Zitronen-Eukalyptus, Lavendel, Pfefferminze, Nelke, Zeder oder Melisse werden häufig zur Insektenabwehr eingesetzt. Ätherische Öle können als Raumduft, in geeigneten Mischungen oder passend verdünnt in einer Pflegelotion verwendet werden.

Wichtig ist die richtige Anwendung: Ätherische Öle sind hochkonzentriert und sollten nicht unverdünnt großflächig auf die Haut aufgetragen werden. Bei Kindern, Schwangeren, Asthma, empfindlicher Haut oder Allergieneigung ist eine Beratung besonders sinnvoll.

Auch praktische Maßnahmen helfen: helle, lange Kleidung, geschlossene Schuhe im hohen Gras, Fliegengitter, abgedeckte Speisen, verschlossene Getränke und ein bewusster Umgang mit stark duftenden Kosmetika.

Bienen: wertvoll für Natur und Gesundheit

Eines unserer wichtigsten Nutztiere ist die Honigbiene. Ein großer Teil der Wild- und Nutzpflanzen ist auf Bestäubung durch Bienen und andere Insekten angewiesen. Dazu gehören auch Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele weitere Arten. Gleichzeitig sind viele Insektenbestände seit Jahren gefährdet – unter anderem durch intensive Landwirtschaft, Verlust von Lebensräumen und fehlende Nahrungsquellen.

Wer Bienen unterstützen möchte, kann schon im Kleinen viel tun: Lavendel, Margeriten, Glockenblumen, Sonnenblumen, Kräuter und heimische Blühpflanzen auf Balkon oder im Garten bieten wertvolle Nahrung. Auch der Verzicht auf unnötige Insektizide hilft.

Honig, Propolis und Co.

Bienen schenken uns nicht nur Honig. Unter dem Begriff Apitherapie werden verschiedene Anwendungen von Bienenprodukten zusammengefasst, etwa Honig, Propolis, Bienenwachs oder Gelée royale.

Honig wird traditionell bei Husten und gereiztem Hals geschätzt. Er enthält neben Zucker auch kleinere Mengen an Enzymen, sekundären Pflanzenstoffen und weiteren Begleitstoffen. Damit wertvolle Inhaltsstoffe möglichst erhalten bleiben, sollte Honig nicht stark erhitzt werden. Für Säuglinge unter einem Jahr ist Honig allerdings nicht geeignet.

Propolis ist ein von Bienen hergestelltes Gemisch aus Harzen, Wachs, Pollen und ätherischen Bestandteilen. Es wird traditionell wegen seiner antimikrobiellen Eigenschaften genutzt und findet sich in Sprays, Tropfen, Salben oder Pflegeprodukten. Da Propolis allergische Reaktionen auslösen kann, ist eine individuelle Beratung wichtig – besonders bei Allergieneigung.

Gelée royale wird vor allem in kosmetischen Präparaten eingesetzt. Auch hier gilt: Bienenprodukte sind spannend, aber nicht automatisch für jeden geeignet.

Beratung in Ihrer natürlich-Apotheke: Ob Insektenschutz, Zeckenentfernung, Stichversorgung, ätherische Öle oder Produkte aus der Apitherapie: In unserer natürlich-Apotheke beraten wir Sie gerne, was zu Ihrer Situation passt. Besonders bei Kindern, Schwangeren, empfindlicher Haut, Allergieneigung oder geplanten Reisen lohnt sich ein kurzer Check vorab.

So sind Sie gut vorbereitet – und können Sommer, Garten, Balkon und Natur mit mehr Ruhe genießen.

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