Knochenstark!

Unsere Knochen haben zahlreiche Funktionen. Sie stützen den Körper, schützen wichtige innere Organe wie Herz und Gehirn und sind gleichzeitig an zahlreichen Bewegungsabläufen beteiligt. Ein „normaler Knochen“ erneuert sich durchschnittlich alle 10 Jahre – gesteuert von bestimmten Zelltypen, den Osteoblasten und Osteoklasten. Osteoblasten („Knochenbauer“) produzieren neue Knochenmasse, während Osteoklasten („Knochenklauer“) als Fresszellen Teile der mineralisierten Knochenstruktur abbauen. Der Knochenstoffwechsel wird von unseren Knochenzellen, Hormonen, Vitaminen und Mineralstoffen sowie Bewegung gesteuert. Etwa mit Mitte 30 erreichen Knochenaufbau und damit Knochenmasse ihren Höhepunkt, danach nimmt die Knochendichte pro Jahr um bis zu 1 % ab, bei Frauen nach den Wechseljahren noch deutlich mehr.

Osteoporose

Bei Osteoporose ist der Mineralgehalt bzw. der Anteil der organischen Substanzen im Knochen deutlich verringert. Infolgedessen vergrößern sich die Zwischenräume und der Knochen wird porös. Chronische Schmerzen, Rundrücken sowie Frakturen am Oberschenkelhals, Handgelenk oder Wirbelkörper sind die Folge. Osteoporose verläuft zu Beginn meist schleichend und symptomlos. Erst ein plötzlicher Bruch – in vielen Fällen nur durch geringe Krafteinwirkung – macht die Erkrankung sichtbar. Die gute Nachricht: Der Knochenstoffwechsel kann durch Bausteine der Regulationspharmazie® in Kombination mit Anpassungen von täglichen Routinen positiv aktiviert werden .

Nahrungsmittel für stabile Knochen

Schon Sokrates (469 – 399 v. Chr.) wusste „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“. Die richtigen Lebensmittel mit einer gesunden Nährstoffvielfalt steigern die Vitalität und gelten als Basis für Lebensqualität bis ins hohe Alter. Auch für unsere Knochen ist ein gesunder Speiseplan enorm wichtig. Achten Sie vor allem auf eine gute Versorgung mit ausreichend „basischen“ Lebensmitteln. Bei einer chronischen Unterversorgung mit Basenstoffen und gleichzeitig hoher Säurelast (durch zu viel Stress, eine zucker- und fleischlastige Ernährung) werden nämlich automatisch bestimmte Regulationssysteme im Körper aktiviert. Knochen binden dann überschüssige Säuren, indem sie Calcium, Magnesium und Bicarbonat abgeben. Langfristig führt das zu einer Demineralisierung und damit Verringerung der Knochenmasse. Studien zeigen, dass säurelastige Ernährungsgewohnheit das Osteoporoserisiko erhöhen. Eine Übersäuerung des Bindegewebes beeinträchtigt zudem die Aktivität der Knochenzellen.

Unsere Empfehlung: Setzen Sie mindestens 80 % basenbildende Lebensmittel auf den Speiseplan. Dazu gehören z.B. Kartoffeln, Fenchel, Rucola, Karotten und Zucchini sowie Chicorée, Radicchio, Brokkoli, Petersilie oder Hirse. Trinken Sie außerdem ausreichend Wasser. Das treibt den Stoffwechsel zur Ausscheidung von Säuren und Schadstoffen an. Basische Mineralsalze aus unserer Apotheke (zur oralen Einnahme oder für ein wohltuendes Basenbad) regen diesen Prozess zusätzlich an.

Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen

Calcium und Vitamin D bilden das Knochen-Duo schlechthin. Gerade bei älteren Menschen sind die Spiegel jedoch oft sehr niedrig und sollten entsprechend ergänzt werden. Die Knochen sind der einzige Calcium-Speicher in unserem Körper. Steht nicht ausreichend des Mineralstoffs zur Verfügung oder wird an einer Stelle besonders viel benötigt, sinkt die Konzentration im Blut. Zum Ausgleich greift der Organismus auf seine Speicher im Knochen zurück. Dieser verliert an Stabilität. Gut gefüllte Vitamin-D-Speicher werden für die optimale Aufnahme und Verwertung von Calcium benötigt. Achten Sie bei Osteoporose zudem auf Magnesium. Der Mineralstoff ist an über 600 Stoffwechselvorgängen im Organismus beteiligt und hilft u.a. bei der Stabilisierung des Knochens, dem Knochenwachstum und der Mineralisation.

Bewegungseinheiten

Ausreichend körperliche Aktivität ist sowohl vorbeugend als auch zur unterstützenden Behandlung bei Osteoporose sinnvoll. Sport wirkt sich nämlich positiv auf den Knochenstoffwechsel aus und stärkt die Strukturen. Somit führt gezieltes Training zu einer höheren Muskelmasse – und erhöht auch die Knochensubstanz. Mit wertvollem Dominoeffekt, denn: Koordination, Balance und Gleichgewicht werden dabei ebenfalls geschult – und Stürzen somit vorgebeugt. Besonders empfehlenswert sind Bewegungsabläufe, bei denen die Knochen wiederholt durch das eigene Körpergewicht belastet werden. Dazu zählen Treppensteigen, Laufen/Joggen, Nordic Walking, Tanzen und Wandern. Zur Stärkung der Rückenmuskulatur eignen sich „isometrische Übungen“, bei denen die Muskulatur bewusst angespannt und gehalten wird.

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