„Das Wunderbarste von all dem, was im Menschen ist, ist sein Herz; denn es ordnet sein ganzes Wesen.“
(Geschichte des Königs Omar, Tausendundeine Nacht)
Ob auf der Glückwunschkarte zum Geburtstag, als leckerer Lebkuchenschmaus auf dem Jahrmarkt oder als süßes Emoji im Chat mit der besten Freundin – Herzen sind in unserer Kultur ein besonderes Element. Zahlreiche „herzliche“ Sprichwörter und Weisheiten begleiten unser Leben. Und insbesondere die Gesundheit ist maßgeblich von einem starken Herzen abhängig, steuert es doch den gesamten Blutkreislauf und versorgt Zellen sowie Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen.
Das menschliche Herz besteht zum größten Teil aus muskulärem Gewebe, ist etwa faustgroß und wiegt im Schnitt 300 g. Im Körper hat es seinen Platz zwischen den beiden Lungenflügeln, leicht nach links versetzt. Die robusten Rippen schützen es bestmöglich vor äußeren Einwirkungen. Seine Hauptaufgabe ist der Bluttransport, wofür zwischen 60 und 80 Schläge pro Minute (= Puls) benötigt werden. Ein Taktgeber, der sogenannte Sinusknoten, sendet Impulse an die Herzmuskelzellen und koordiniert somit die rhythmische Kontraktion.
Ist unser Herz in Not, spüren wir das durch Nachlassen der Leistungsfähigkeit. Lebensqualität und Wohlbefinden sinken ab. Die Liste weiterer Folgen ist lang – von Herzschwäche über Rhythmusstörungen und Entzündungen bis hin zu Herzklappen-Fehlern. In Deutschland sind bis zu 6 Millionen Menschen von einer koronaren Herzerkrankung – kurz KHK – betroffen. Dabei entstehen Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen (Koronararterien), die von der Hauptschlagader abzweigen und das Herz überziehen. Durch den verminderten Innendurchmesser wird weniger Sauerstoff zum Herzmuskel transportiert und die Pumpkraft lässt nach. Wassereinlagerungen sind eine mögliche Folge.
Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Rauchen, Bewegungsmangel und Diabetes zählen zu den Risikofaktoren, welche die Gefahr des gefürchteten Herzinfarkts in die Höhe treiben. Pro Jahr sterben hierzulande bis zu 350.000 Menschen an den Folgen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, der häufigsten Todesursache in Deutschland. Dabei lassen sich zahlreiche Risikofaktoren aktiv beeinflussen!
Aus der Regulationspharmazie®
Herzpatienten profitieren in vielen Fällen von der Gabe spezieller Mikronährstoffe in der richtigen Dosis und Zusammensetzung. Kalium gilt als einer der zentralen Herzmineralstoffe und sorgt für die elektrische Stabilität der Zellen. Ein zu niedriger (oder auch zu hoher) Spiegel kann den Herzrhythmus aus dem Takt bringen. Magnesium hilft dem Herz bei der Übertragung elektrischer Impulse, verhindert „Verkrampfungen“ der Muskulatur und unterstützt Blutdruck sowie Nervenzellen. Damit das Herz im richtigen Takt schlägt, ist zudem das Verhältnis von Kalium zu Magnesium wichtig. Vitamin E ist durch seine antioxidative Wirkung ein starkes Schutzschild vor aggressiven freien Radikalen. Ähnliches bewirkt das Coenzym Q10, das zudem die Energieproduktion in unseren Zellkraftwerken unterstützt (natürlich-Tipp: Q10-Mangel kann durch die Einnahme von Statinen entstehen!). B-Vitamine tragen zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei (auch bekannt als das „neue Cholesterin“). In zahlreichen Studien konnte zudem die positive Wirkung von Omega-3-Fettsäuren belegt werden. Diese stabilisieren Herzkraft und -rhythmus, verbessern die Fließeigenschaften des Blutes und können zu hohe Blutdruck- oder Blutfettwerte positiv regulieren.
Und auch die Natur hat etwas Passendes zu bieten: Bereits seit dem Altertum ist Weißdorn als Heilpflanze bekannt und seit dem 14. Jahrhundert das Mittel der Wahl zur Stärkung des Herzens. Die wirksamen Stoffe finden sich in den Blättern und Blüten (Flavonoide und Procyanidine), wobei die Anwendung ein wenig Geduld erfordert. Weißdorn trägt zur Verbesserung der Durchblutung bei, erweitert die Gefäße und führt so zu einer Steigerung der gesamten Leistungskraft des Herzens. Auch die Sauerstoff-Versorgung wird erhöht und dadurch die Herztätigkeit insgesamt gesteigert. Daneben eignet er sich auch bei Symptomen wie herzbedingter Kreislaufschwäche oder chronischer Müdigkeit.





